Friday, June 12, 2009

Gastkommentar von Stephanie: Wahnsinn! Increible! Ca c´est dingue!

Was für eine Ehre ist es für mich hier im cheirosodavida blog einen Gastbericht schreiben zu dürfen, nachdem ich einen supertollen Monat mit Tom und Marie in Nepal verbracht habe. Mittlerweile sitze ich schon wieder zu Hause und denke sehnsüchtig an die schönen Tage im Himalaya, wo uns vor lauter Staunen vor der Schönheit der Natur und der Mächtigkeit der Berge oft die Worte fehlten. Schon am ersten Tag in Nepal mussten wir feststellen, dass das auf jeden Fall nicht der letzte Besuch sein wird, denn ein Monat in diesem faszinierenden Land mit seinen extrem gastfreundlichen und fröhlichen Einwohnern reicht bei weiten nicht aus.

Für Marie begann jetzt eine harte Zeit! Vier Wochen lang Deutsch und das den ganzen Tag lang. Manchmal hatten wir jedoch trotzdem eine schöne Mischung mit sage und schreibe fünf verschiedenen Sprachen und ein paar Worte Stempflisch hab ich auch noch gelernt.

Nach ein paar Tagen in Kathmandu , in denen ich mich ein bisschen eingewöhnen konnte, (Tom und Marie mit ihren acht Monaten Reise „am Buckel“ führten mich wieder gut ins Reiseleben ein), ging es los Richtung Himalaya mit einem abenteuerlichen Flug nach Lukla, einem 2800m hoch gelegenen Flughafen umringt von 6000ern. Die perfekte Einstimmung für den Himalaya! Daraufhin waren wir 16 Tage zu Fuß unterwegs bis auf 5500m. Wir haben den höchsten Berg der Welt gesehen, sind über den Cho La Pass und Renjola Pass geklettert und haben auch das ein oder andere Höhenleiden erduldet. Die Dusche war nicht unser bester Freund, zweimal in 16 Tagen haben wir uns diesen Luxus gegönnt, aber da es immer saukalt war (in Gorak Shep auf 5140m habe ich die Nacht in drei Pullovern, Schiunterwäsche, Kappe, Schal, Handschuhen, Schlafsack und Decke verbracht) und wir alle die gleichen Düfte versprühten machte das nichts aus. Ein big pot Tibetean Butter Tea, ein salziger Tee aus Yak Butter, hat auch unsere Verdauung ordentlich in Gang gebracht.

Das Essen in Nepal ist ziemlich gut. Selbst in 5000m Höhe kann man noch Pizza, Spaghetti, Yak Steak, Indisch und Chinesisch essen. Am letzten Tag in Lukla, unser Flug wurde wegen schlechten Wetters auf den nächsten Tag verschoben, haben wir Bekanntschaft mit Chang, einem typisch nepalesischen Bier aus Reis bzw. Hirse, gemacht. Der hat´s wirklich in sich! Zusammenfassend gesagt: es war einfach WAHNSINN!!!!

Doch ein bisschen ausgelaugt und müde von der ununterbrochenen Kälte und dem täglichen Fußmarsch sind wir frohen Herzens nach Pokhara, der zweitgrößten Stadt Nepals am Fuße des Annapurna Massives, gefahren um auszuspannen, gut zu essen (vor allem pad thai) und zu trinken.

Am ersten Juni mussten wir uns dann leider schon wieder verabschieden. Tom und Marie fuhren weiter Richtung Indien und ich hätte eigentlich mit dem Bus nach Kathmandu zurückfahren sollen, da ich für den nächsten Tag meinen Flug nach München gebucht hatte. Mir wurde allerdings gesagt: „Sorry, strike in the whole Kathmandu Valley.“ In diesem Fall blieb mir nichts anderes übrig, als zurück zu fliegen. In Kathamndu angekommen, musste ich feststellen, dass alle Restaurants, Geschäfte, Taxis, einfach alles geschlossen hatte – Generalstrike der Maoisten, bei dem jeder der sein Geschäft trotzdem öffnet, Gefahr läuft, dass es zerstört wird.

Viel zu kurz war die wunderschöne Zeit mit euch und ich hoffe auf ein baldiges Nepal Revival.

Dhanyabaad und Namaste!

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